Also, als erstes versprech ich euch, die es rund um den Klappi-Rappi nicht so interessiert, dass dies hier für die nächste Zeit der letzte Eintrag darüber ist. Aber im Moment ist luftgekühlt nicht so besonders viel los, da zum einen ein gewisser Status Quo erreicht ist, zum anderen das Wetter mehr wassergekühlt ist und Treffenbesuche daher eher ausfallen.
Am Freitag nutzten wir die vorhergesagten trockenen Sonnenstunden um den Nachwuchs den Schwiegereltern endlich vorführen zu können. Als frühere WoWa-Camper merkte man ihnen die Fragezeichen auf den Gesichtern ob der mündlichen Vorberichte so richtig an. Vorstellen konnten sie sich nämlich nix unter unserem Klappwohnwagen, dachten wohl eher an einen Faltcaravan oder eine Imbissbude ala Messager, Esterel oder ähnlichen Gefährten.
Erste Annäherungsversuche durch den Vorsitzenden der Freudenberger Campingsachverständigen, aka Schwiegervaddern. 

Erstes mal alleine aufklappen, unterstützt durch zahlreiche "helfende" Hände. Ja es gibt auch einen Bügel dafür, aber angesichts meines "Kampfgewichtes" ist die Variante mit der Schnur sicherer. Wenn der Aufbau nämlich mal über dem Kipppunkt (blödes Wort) kommt, hat schon so mancher wie ein Maikäfer auf dem Rücken unter dem Aufbau gelegen.

Nun kann mit dem Aufbau des rechten Dachteils, sowie der Rück- und Seitenwände begonnen werden. SchwiVa guckt aber immer noch ziemlich skeptisch. 


Nachdem auf gleiche Weise die linke Seite aufgeschlagen wird, kommt nun der "spannende" Teil. Nämlich das einbauen der oberen Verbindungsstücke. Hierzu muss der Wagen einigermassen ausgerichtet sein. Blöd nur, dass einem das keiner sagt und auch in der Aufbauanleitung totgeschwiegen wird. Dabei ist das eigentlich DER wichtigste Punkt beim Aufbau! Aber nach einigen Flüchen, Fehlversuchen, blutigen Fingerkuppen und sonstigem Gezeter war auch dieses Kapitel abgeschlossen und der Klappi nimmt Gestalt an.


Junior hat es sich schon mal bequem gemacht. Normalerweise kommt das Bett noch höher, die Stangen werden in die Führungen eingehangen und geben so auch noch dem ganzen Aufbau zusätzliche Stabilität. Danach hab ich dann mal die SchwiElters hereingebeten in die gute Stube. Auch sie waren, wie schon so viele und auch wir, vom großzügigen Raumangebot überrascht. Insgesamt stehen dem Camper nach ca. 20 minütigem Aufbau ganze 7,2 qm Wohnraum bei 1,90 m Stehhöhe zur Verfügung!

Die Polster und Vorhänge haben wir dann noch ausgeräumt und auf dem Dachboden verstaut. Dieses Jahr kommt er nämlich auf Grund von Zeitmangel nicht mehr zum Einsatz und bevor die Sachen Feuchtigkeit ziehen und muffig werden, macht das Sinn. Immerhin hat der Vorbesitzer noch alle Schaumstoffpolster erneuert und die Bezüge gewaschen!
Am Samstag haben wir dann unseren schon am Haus vorhandenen CarTrailerport um einen guten Meter erweitert. Der Umbau war eine ganz schöne Keulerei (SchwiVaddern ist ja auch schon 83 und war so halt mehr mit Handreichungen beim Pflastern und den Zimmereiarbeiten beschäftigt) hat sich aber voll und ganz gelohnt. Kann doch so der Rappi trocken und immer gut vom Wind "umlüftet" neben unserem Transportanhänger stehen und ich muss nicht extra in der Halle umräumen.
